Yelma
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Sehr geehrte Frau Häusler Yelma ist nun ein halbes Jahr bei uns und wir haben es bisher nicht geschafft, Ihnen zu berichten, wie sich Yelma eingelebt hat. Ich habe für unseren ersten Hund eine Homepage eingerichtet, wollte dort ursprünglich die Bilder von Yelma anhängen und Ihnen den Link mailen, aber aus Zeitmangel bin ich nicht dazugekommen, die Homepage laufend zu pflegen. Also: Yelma hat sich völlig problemlos in unsere Familie eingelebt (2 Erwachsene, Sohn Jan 17 Jahre und Bojar, ein DSH 8 Jahre). Nach 2 Tagen war sie stubenrein und mit der Ernährungsumstellung gab es keine Probleme. Nur am ersten Tag traute sie dem Frischfutter, das sie offenbar bis anhin nicht kannte, nicht ganz und liess es stehen. Aber der Hunger war schliesslich stärker. Anfänglich hatte sie etwas Mühe mit dem Autofahren (oder mit der Box?) und hat einige male erbrochen. Ich weiss nicht, ob sie die Box mit dem Transport im Flugzeug verknüpft hat, oder ob sie sonst schlechte Erfahrungen mit Autos und Boxen hatte. Auf jeden Fall ist sie mittlerweile völlig Box- und reisefest. Sie ist eine quicklebendige, gesunde junge Dame, die im Handumdrehen die ganze Familie bezaubert hat. Die beiden Hunde kommen bestens miteinander aus, man sieht, dass Yelma perfekt sozialisiert ist. Sie ist ausserdem sehr verschmust und holt sich aktiv ihre Streicheleinheiten bei allen Familienmitgliedern. Sie ist sehr verspielt, und weil unser Bojar mit zunehmendem Alter am liebsten seine Ruhe hat und sich zum mitspielen nur selten motivieren lässt, beschäftigt sie sich mit ihrem Spielzeug allein. Am liebsten hat sie Stofftiere, hat aber von Anfang an zwischen Spielzeug und Gebrauchgegenständen unterscheiden können und keine Schuhe oder Kleidungsstücke zerrupft (naja, ein paar Teppichfransen mussten dranglauben...) Jan ist der offizielle Hundeführer von Yelma und weil meine Frau als Ausbildnerin für Katastrophenhunde tätig ist, stand von Anfang an fest, dass Yelma zum Katastrophenhund ausgebildet wird. Ich bin zwar nur ab und zu bei den Übungen dabei, aber alle sagen übereinstimmend, dass Yelma sehr arbeitsfreudig ist und dass sie sehr schnell lernt. Phänomenal ist ihre Geländegängigkeit auch in den schwierigsten Trümmern, sowie ihre Schnelligkeit. Der Tierarzt meint, da sie im Blutbild überdurchschnittlich viel rote Blutkörperchen hat, spreche dass für einen Windhundanteil im Mix. So wie sie schnell ist, bezweifle ich es keine Sekunde. Wie Sie sehen, Yelma hat uns alle restlos begeistert. Ihr einziger "Makel" ist ihr ausgeprägter Jagdtrieb. Wir leben in Waldnähe und die Spaziergänge finden vor allem im Wald statt. Es hat Wild, Eichhörnchen und jede Menge Vögel. Vorläufig ist nicht daran zu denken, Yelma von der Leine zu lassen. Wenn man sich aber vorstellt, wie sie sich in ihrem "früheren Leben" wahrscheinlich durchschlagen musste, nimmt es ihr niemand übel, dass sie noch überall nach Beute sucht. Am Anfang wurde alles auf Essbarkeit untersucht, vom Plastik bis zum Stein, in der Küche musste man Lebensmittel hinter Schloss und Riegel bringen, Fliegen und Spinnen wurden erbarmungslos verfolgt und verschlungen.. Als Yelma zu uns kam, war sie ganz mager, hat sich aber ganz schnell Reserven angefressen und man musste die Portionen wieder etwas reduzieren. Mittlerweile hat sie begriffen, dass Nahrungsbeschaffung nicht mehr die höchste Priorität in ihrem Tagesablauf haben muss und sie ist wieder rank und schlank. Freundliche Grüsse Jiri Hruby Reinach, Schweiz
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